Solastalgia
© Voicu Dumitras

Solastalgia

FILMUNI·Schauspiel·2027

Über das Stück

Eine physisch-choreografische Collage, die sich als vielschichtige Annäherung an die Zyklen der Natur und die Transformationen der Jahreszeiten versteht. Der Zyklus der Natur wird nicht abgebildet, sondern verkörpert. Inspiriert vom Begriff Solastalgie – dem Gefühl von Heimweh, obwohl man sich noch am vertrauten Ort befindet – bildet ein Spannungsfeld aus Klima, Migration und Verschiebung den thematischen Hintergrund. Ausgangspunkt ist eine physisch-emotionale Recherche: Wie schreibt sich der Wandel der Jahreszeiten in den Körper ein? Wie verändern sich Wahrnehmung, Energie und Beziehung im Übergang von Wachstum, Reife, Rückzug und Erstarrung? Solastalgia bewegt sich in der Spannung zwischen Verlust und Wiederverbindung – als Versuch, sich in einer sich verändernden Welt neu zu verorten. Im Rahmen des Projekts erlernen die Studierenden des 3. Jahrgangs Schauspiel kompositorische Werkzeuge der Bewegungsentwicklung und sind als aktive Mitgestaltende am Entstehungs- und Kompositionsprozess beteiligt. Die vier Jahreszeiten bilden dabei eine lose Struktur: Sommer als Zustand von Begegnung, Ausdehnung und Energie; Herbst als Verdichtung, Transformation und Loslassen; Winter als Moment der Stille – und zugleich als Kampf ums Überleben, als Reduktion auf das Wesentliche, als Widerstand und Durchhalten; Frühling als fragile Öffnung, als Neubeginn und leises Wiederauftauchen. Impulse liefern Texte aus Solastalgia von Thomas Köck sowie das Buch Das nomadische Jahrhundert von Gaia Vince. Ein Teil des Textes basiert auf einem Interview mit einem deutschen Astronauten (Quelle: Instagram).

Studierende

  • Leo Brucklacher
  • Josi Keller
  • Havana Joy
  • Riccardo Campione
  • Jule Hermann
  • Ludwig Senger
  • Andrea Penitzka
  • Celina Sedlatschek
  • Lasse Klene
  • Voicu Dumitraș

Dozierende

  • Lara Martelli

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